Einige Herzrhythmusstörungen führen zu einer anhaltenden Einschränkung der Arbeit des Herzmuskels. Dazu gehören an erster Stelle die beiden Erkrankungen "Vorhofflimmern" und "Vorhofflattern". Zur Behandlung dieser Erkrankungen stehen mehrere Wege zur Verfügung. Welcher davon gewählt wird hängt oft von den Beschwerden durch diese Rhythmusstörung sowie durch die Beeiträchtigung der Herzleistung ab. Bei Menschen, die wenig bis keine körperlichen Einschränkungen verspühren kann es sinnvoll sein, lediglich die Geschwindigkeit des Herzschlages durch Medikamente zu kontrollieren. Dieses wird als "Frequenzkontrolle" bezeichnet. Anderenfalls kann versucht werden, die Herzrhythmusstörung durch einen kurz dauernden Eingriff zu beenden und den ursprünglichen Rhythmus, den "Sinusrhythmus", wieder herzustellen. Solch eine Prozedur wird "Cardioversion" genannt. In Deutschland wird die Wiederherstellung des Sinusrhythmus aus Vorhofflimmern üblicherweise durch einen kurzen Elektroschock erreicht, somit sprechen wir von einer "Elektro-Cardioversion". Dazu wird der betroffene Mensch in einen kurzen und tiefen Schlaf versetzt (eine Narkose mit Intubation und Lungenmaschine ist nicht notwendig!). Während der Schlafphase wird ein Defibrillator auf die Brust aufgesetzt und dann unter strenger EKG-Überwachung in kurzer Elektroschock verabreicht. Der Betroffene merkt durch den kurzen Tiefschlaf davon nichts. Anschließend findet noch eine Überwungsphase von zwei Stunden statt. Die Elektrocardioversion führen wir ambulant durch.

 

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