Seit vier Wochen (seit der 36. Kalenderwoche) steigen die Zahlen der oberen Atemwegsinfekte in der Republik wieder.

Die meisten davon sind einfache Erkältungen, welche vor allem mit Schnupfen und nur gering erhöhter Temperatur einhergehen. Diese Erkältungen werden durch verschiedene Viren verursacht, die erkrankte Menschen beim Niesen oder Husten mit der Atemluft ausstoßen. Diesen Vorgang nennt man „Tröpfcheninfektion“. Besonders das „Hand vor den Mund“-Halten führt dazu, dass Millionen solcher Erreger dann beim Anfassen von Türklinken, beim Händeschütteln oder - bei Kindern - beim Tauschen von Spielzeug von einer Person zur anderen Übertragen werden.

Atemwegserkrankungen - Daten des Robert-Koch-Instituts 1.

Ein besonderes Virus ist das „Influenza“ Virus. Dieses verursacht die echte „Grippe“. Der Krankheitsverlauf ist häufig deutlich schwerer mit Husten, Kopf- und Gliederschmerzen und höherem Fieber. Da der Krankheitsverlauf schwerer ist, wird auch der Körper und der Kreislauf stärker belastet. Insbesondere für ältere Menschen sowie Menschen mit anderen schwereren Erkrankungen stellt die Grippe somit eine größere Gefahr dar. Das Robert-Koch-Institut geht jährlich von 5.000 bis 15.000 Sterbefällen aus, bei denen im Vorfeld bereits schwerer Kranke oder ältere Menschen durch die zusätzliche Belastung der Influenza-Infektion versterben.

Gegen eine Grippeinfektion kann man sich schützen. Eine Impfung senkt das Risiko deutlich, an der Influenza zu erkranken. So kann man sich selbst, aber auch seine Umgebung effektiv schützen.

Eine Grippeschutzimpfung wird besonders empfohlen1 für:

  • Erwachsene:
    • mit chronischen Herz- und Kreislauferkrankungen
    • chronischen Atemwegserkrankungen
    • chronischen Nierenerkrankungen
    • Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus
    • Krankheiten des Abwehrsystems und des Blutes
  • alle Menschen über 60 Jahre
  • Schwangere (hier lassen Sie sich bitte von Ihrem Frauenarzt beraten)

Wir Kardiologen raten insbesondere Menschen mit einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zur vorbeugenden Grippeschutzimpfung. Diese führt der Hausarzt gerne durch, kann aber auch bei uns in der Praxis durchgeführt werden!

Weitere wichtige Maßnahmen zur Vermeidung von Atemwegsinfekten in der kalten Jahreszeit sind1:

  • häufiges Händewaschen
  • „hygienisches“ Husten. D.h. es wird nicht in die Handfläche Gehustet sondern in die Armbeuge
  • Bei Erkrankung: Isolation.
    Familienangehörige sollten den Erkrankten möglichst fern bleiben. Erkrankte sollten nicht Arbeiten gehen und damit die Kollegenschaft gefährden.

1 Bild sowie Empfehlungen von grippeweb.rki.de ↩︎

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